Jah Wobble - Chinese Dub

Bewertung: 2/5

Freitag, 30. Januar 2009, 17:15 Uhr. Stichwörter: , , ,

Unser alter Freund Jah Wobble ist ein Tausendsassa wie er im Buche steht. Die meisten werden ihn wohl noch als „der Typ, der bei den Sex Pistols rumhing“ oder aber als Bassisten von Public Image Limited in Erinnerung haben. Dabei hat er doch schon mit viel grösseren Namen zusammen gearbeitet: Beispielsweise mit Jaki Liebzeit und Holger Czukay von Can oder The Edge von U2. Solche Projekte darf man getrost in jede Vita mitaufnehmen, schaden kann’s jedenfalls nicht.

Seit Mitte der Achtziger versucht sich John Wardle alias Jah Wobble jetzt schon am Reggae, Dub und experimentalen Klangentdeckungen und die Reise geht auch auf dem neuen Album Chinese Dub ungetrübt weiter. Ungetrübt ist in diesem Zusammenhang allerdings relativ, denn es fällt schwer sich im Klangnebel von Jah Wobble zurecht zu finden.

John Wardle „wobbled“ vor sich hin auf seinem Bass, streut hier und da mal exotisch anmutende chinesiche Klangschnipsel mit ein, doch fehlen klare Konturen, der Weg durch den Nebel scheint ins Nirgendwo zu führen. Positive Ausnahme ist der Song „Happy Tibetan Girl“, der durch eine schöne Basslinie besticht und rundherum gelungen ist. Der Rest fällt leider stark ab, der Groove bleibt fast immer auf der Strecke. Das haben wir bei anderen Soundtüftlern wie Bill Laswell schon wesentlich besser gehört.

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