Half Pint zurück auf der Bühne!

Dienstag, 23. Juni 2009, 19:02 Uhr. Stichwörter: , , ,

Na ja, wirklich weg war er ja nie, aber jetzt geht’s wohl wieder so richtig los mit einem der 80er-Jahre-Dancehall-Helden überhaupt: Mr. Lindon Roberts, besser bekannt als Half Pint.

Er hat sich in den letzten Jahren rar gemacht auf den Bühnen dieser Welt, von einem neuem Album wollen wir gar nicht erst sprechen (ich glaube, das letzte reguläre Studioalbum erschien im Jahre 1986, hieß „Joint Favourites“ und war eine Kollaboration mit Michael Palmer). Der Rest waren Single-Compilations, aber viel Neues kam dann nicht mehr. Ist ja auch egal, denn das was Half Pint in den Achtzigern mit seinen Hits geschaffen hat, bleibt einmalig. Hits wie „Mr. Landlord“ auf „Jammy's“, produziert von Prince Jammy (aka King Jammy), rocken noch heute jeden Dance. Und dann ist da ja noch sein unsterbliches „Greetings“ auf dem „Heavenless Riddim“. Der Tune ist wie ein Brandsatz im trockenen Wald, egal wo er gezündet wird, es steht sofort alles in Flammen:

Wer den Tune nur einmal auf einem Dance mit adäquaten Basslautsprechern gehört hat, weiss was ich meine. Die Menge tobt und springt das es eine wahre Freude ist. Nebenbei führte Half Pint mit diesem Tune das Wort „Raggamuffin“ in den weltweiten Musiksprachgebrauch ein. Zumindest für ein paar Jahre - das die Franzosen bis heute nicht darüber hinweg sind und jeden Sprechgesang als Raggamuffin bezeichnen, steht auf einem anderen Blatt und soll uns hier nicht weiter beschäftigen. Nebenbei: wusstet ihr eigentlich das ein anderer ganz grosser Half Pint -Tune von den Rolling Stones gecovert wurde? Stichwort „Winsome“ (Half Pint, ca. 1983) und „Too Rude“ (Rolling Stones und Sly & Robbie, 1987):

Jetzt ist Half Pint wieder auf Tour (wie der Jamaica Observer meldet), leider nur in den Vereinigten Staaten (zusammen mit Stephen Marley, Snoop Dogg und Slightly Stoopid). Doch die Hoffnung stirbt zuletzt, vielleicht bekommt er ja wieder Lust auf mehr und nimmt demnächst mal wieder Europa ins (Live-)Visier. Und eigentlich kann er in „good old Europe“nichts falsch machen, hat er doch hier (und in Japan) seine grösste Fanbase.

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